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Archive for the ‘Kinder’ Category:


Protected: MOJO hoch vier

Published by in Kinder, Musik on April 6th, 2013

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Action Painting



Go the Fuck to Sleep

Buchempfehlung für alle Eltern mit kleinen Kindern oder solchen, die sich noch daran erinnern können, wie es war.



Doggy Barcelona 08028

2003 hatte Carla zu ihrer Geburt ein Kuscheltier bekommen, ein Hündchen, das während der Amerikajahre auf den einfachen Namen “Doggy” getauft wurde. Ohne Doggy kann Carla bis heute nicht einschlafen, und ohne Doggy geht sie nicht auf die Reise. Für mich war Doggy immer männlich. Das lag auch daran, dass immer davon die Rede war, dass “der Doggy nicht zu finden” war oder es “dem Doggy nicht gut ging”. Daher war ich etwas irritiert, als Carla vor etwa einem Jahr damit anfing, Doggy Kleider anzuziehen. Sie behauptet, Doggy sei ein Mädchen, für mich ist er eine Drag Queen. Wie auch immer. In Doggys Kleidern spiegelt sich, was Carla gerade macht oder erfährt. Wenn Carla ins Bett geht, trägt Doggy z.B. ein Nachthemd.

Nun waren wir ein paar Tage in Barcelona, und Carla hat dort eine kleine Bilderserie mit Doggy angefertigt, in der sich Eindrücke von unserem Aufenthalt widerspiegeln. Mein Lieblingbild aus der Sequenz zeigt Doggy auf dem Boden sitzend, mit verschämtem Blick, denn er hat den Badeanzug schon aus-, aber das Kleid noch nicht angezogen.

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“Joy in Düsseldorf”

Nun ist es also soweit. Wir ziehen von New York nach Düsseldorf. Genauer gesagt von Rye Brook, einem Ort an der Grenze zu Connecticut, nach Neuss, einem Ort, der Düsseldorf auf der anderen Rheinseite gegenüberliegt. Das ist natürlich eine große Sache und gehört als solche eigentlich nicht hierher. Aber ich will doch von zwei Kleinigkeiten berichten, die mir bei diesem Kraftakt Mut gemacht haben.

Zum einen hat mir der erfrischende Optimismus unserer amerikanischen Freunde geholfen. Als wir ihnen zum ersten Mal von unseren Umzugsplänen erzählten, bedauerten sie es natürlich und betonten, wie sehr sie uns vermissen würden. Sie hielten sich jedoch nicht lange mit weiterem Bedauern auf, sondern meinten gleich, dass Veränderung immer gut sei, “change is always good”. “Naja”, sagte Angela, “das kommt auf die Veränderung an”. Doch genau diese Einschränkung machten unsere Freunde nicht. Für sie war es vielmehr eine Frage der Einstellung. Wenn ein Weg nicht weiterführt, dann betrachten sie ihn nicht als Sackgasse, sondern vor allem als Gelegenheit, neue Wege zu entdecken. Ihr Blick geht immer nach vorne, nicht zurück. Als wir sie z.B. zu unserer Abschiedsfeier einluden, schlug ein Freund vor, statt von einer “farewell party” sollten wir doch lieber von einer “see you soon party” sprechen. Und zur Feier selbst brachten sie einen Kuchen mit, auf dem sozusagen programmatisch “Joy in Düsseldorf” stand. Das ist das Ziel, und darauf sollten wir unsere Energie richten, nicht auf die Dinge, die wir vermissen werden, und auch nicht auf die Umwege, die vielleicht dorthin führen. Diese Lektion gehört vielleicht zu den besten Dingen, die wir aus Amerika zurück nach Deutschland bringen.

Es war natürlich eine andere Frage, ob unsere Kinder das auch so sehen würden. Insbesondere bei Carla, die bald fünf Jahre alt sein wird, hatte ich befürchtet, dass ihr einfach eine Vorstellung davon fehlt, was ihr jetzt bevorsteht. Als wir in Amerika ankamen, war sie gerade ein Jahr alt. Umso überraschter war ich, als sie vor ein paar Tagen, während gerade unsere Sachen eingepackt wurden, mit nebenstehendem Gemälde ankam. Auf den zweiten Blick ist völlig klar, worum es geht. Wir sehen hier die Erde. Auf dem rosa Kontinent links oben befindet sich der Kringel New Yorks, darin der etwas kleinere Kringel Rye Brooks. Dort haben wir also bislang gelebt. Auf dem Weg zu unserem neuen Wohnort müssen wir das blaue Meer in der Mitte überqueren, Düsseldorf ist rechts unten durch ein Zielkreuz markiert. Alles wird gut. Looking forward to the joy in Düsseldorf.



Gut eingelebt

Published by in Kinder on May 8th, 2005

Angela und ich werden öfter gefragt, ob wir uns denn schon gut eingelebt haben in der Neuen Welt. Nun, nach neun Monaten sind wir ganz zufrieden, aber im Vergleich zu unseren Kindern sind unsere Fortschritte armselig. Sie wechseln viel leichter zwischen den Welten als wir. Moritz, jetzt fast neun Jahre alt, hatte neulich im Englischunterricht das alte Ägypten. Am nächsten Morgen kam Angela in sein Zimmer und fand ihn nackt auf seinem Bett ausgestreckt. Dabei war seine blau-weisse Pyjama-Jacke merkwürdig um seinen Kopf gewickelt. “Mensch Moritz, frierst du nicht, du wirst doch krank?!” Er, gähnend: “Tut mir leid, Mama, aber gestern bin ich versehentlich als Pharaoh eingeschlafen.”

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